
75 Jahre Spandauer Sportgeschichte

Mit einem dreiviertel Jahrhundert auf dem Kerbholz zählen die SportSchützen Spandau 1952 e.V. inzwischen 104 Mitglieder im Alter von 17 bis 91 Jahren, 13 davon Frauen (Stand August 2026). Dass unser Verein heute so lebendig ist, verdankt er auch denen, die ihn über viele Jahre geprägt, begleitet und weiterentwickelt haben. Einer von ihnen ist Klaus Schläfke. Er blickt für uns zurück: auf eine Vereinsgeschichte, die vor allem von den Menschen erzählt, die sie geschrieben haben.
Als im Jahre 1951 ein Aufruf des Schützenverbandes Berlin-Brandenburg e.V. an alle ehemaligen Schützen erging, sich im Prälat Schöneberg zusammen zu finden, appellierte dort der Schützenkamerad Reißner an die Anwesenden, die durch den II. Weltkrieg aufgelösten Gilden und Vereine wieder neu zu gründen. Am 11. Juni 1952 gründete sich die Schießgruppe Hakenfelde unter der Leitung des Kameraden Dresp.
Um Aufnahme beim Schützenverband wurde am 20. September 1952 nachgesucht. Die Anmeldung beim Sportamt Spandau erfolgte am 25. September 1952 und die erste Vereinsmeisterschaft wurde am 14. Dezember 1952 ausgetragen. Am 30. Januar 1954 fusionierten die Schießgruppe Hakenfelde und die Schießgruppe Siemensstadt zu den „Sportschützen Hakenfelde-Siemensstadt“. Der gemeinsame Gründungstag ist der 11. Juni 1952. Im Jahre 1953 wurden 13 Mitglieder gezählt.
Auf der am 9. September 1955 abgehaltenen Jahreshauptversammlung wurde auf Antrag des Mitgliedes Werner Busch der Verein in „Sportschützen Spandau“ umbenannt. Mit zunehmendem Zulauf interessierter Mitgliedern reichten die 10 Schießstände in der 1955 umgebauten Kaffeestube und den Umkleidekabinen des ehemaligen KKS Spandau nicht mehr aus. Mit der Genehmigung vom 17. Mai 1973 erlaubte die Schützengilde zu Spandau, auf dem gepachteten Gelände ein Vereinsheim mit 24 Luftgewehrständen zu errichten. Dieser Schießstand wurde im Jahr 2001 zu Ehren des 96 Jahre alten Gründungsmitglieds Erhard Taubert nach ihm benannt.
Ein großer Einschnitt war auch für den Verein 1989 der Fall der Berliner Mauer. Der alliierte Sonderstatus für Berlin entfiel und damit fand das Bundeswaffenrecht fortan hier Anwendung – neben den neuen Bundesländern. Die in den alten Bundesländern existierenden Schießsportverbände erkannten sofort die sich bietenden Möglichkeiten und gründeten neue Landesverbände. Die Sportschützen Spandau 1952 e.V. erkannten ebenfalls die darin liegenden Chancen, und waren daher einer der Gründungsvereine des Landesverbandes 1 – Berlin-Brandenburg e.V. im Bund Deutscher Sportschützen 1975 e.V., kurz: BDS.
Dadurch haben unsere Mitglieder auch heute noch die Möglichkeit, interessante und dynamische Großkaliber-Disziplinen mit Langwaffen (z.B. Selbstladebüchsen) und Kurzwaffen (z.B. IPSC, Fallscheiben, Westernschießen) sportlich auszuüben. Da diese Disziplinen ein breites schießsportliches Spektrum abdecken, ist es uns gelungen, immer wieder neue Mitglieder zu gewinnen. Die von uns hauptsächlich genutzten Schießstätten liegen zum einen nur rund 100 m entfernt vom Vereinsheim im Landesleistungszentrum des Schützenverbands Berlin-Brandenburg e.V. sowie zum anderen bei der DEVA in Wannsee.